Montag, 31. August 2009

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Ich, der Autor, mein Charakter und Zahnpasta - Über das Eigenleben der Charaktere

Hi,

Heute sind Willi, der Charakter meines neuen Romans, und ich gemeinsam im Badezimmr gewesen und haben uns die Zähne geputzt. Während ich Willi so beobachte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Ich kenne Willi zu gut, er hat zu viel Eigenleben!
Die Zahnpasta am Mund noch nicht abgewischt, scheuchte ich ihn davon und setzte mich an meinen Roman, um meine Befürchtung zu überprüfen. Und tatsächlich: Der Roman, eigentlich sollte er ein fetziger Krimi werden, erzählt nur den - zugegeben- öden Alltag von Willi. Wie er im Bad steht, sich die Zähne putzt und danach einen leckeren Hackbraten zubereitet.
Ich raufe mir die Haare, das kann doch nicht wahr sein!
Und schon nahm ich den Rotstift zur Hand und schrieb Passagen um, strich ganze Seite. Sicherlich, es schmerzte all diese müsahm zusammen gesuchten Worte über den Seitenrand zu werfen, aber nach einigen Stunden und einigen leeren Rotstiften weniger, las ich mir das Endegebnis durch - und ich war total zufrieden.

Die langweilige Biografie über den Hobbydetektive Willi ist zu der fetzigen Geschichte geworden, die ich auch geplant hatte.
Also verzagt nicht, wenn ihr merkt, dass euer Buch nur eine Biografie des erdachten Charakters ist und nur von Zahnpasta erzählt. Nehmt euch ein Herz, eine Portion Mut, jede Menge Rotstifte und streicht, was nicht zur Geschichte gehört!

Viele liebe Grüße, Epi.

Freitag, 28. August 2009

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Alle gegen Google

Googles Vorhaben, alle älteren Buchbestände aus nationalen Bibliotheken zu digitalisieren, stößt nicht auf offene Türen. Der Börsenverein begrüsst zwar die Digitalsierung von älteren Buchbeständen und diese über das Internet zugänglich zu machen, nur sieht sie es kritisch, wenn dies einem Monopolisten wie Google überlassen wird. Diesen Auftrag sieht sie lieber bei den nationalen öffentlichen Bibliotheken.

Nun ganz alleine steht der Börsenverein nicht gegen Google. Die Allianz gegen Googles Buchsuche "The Internet Achive" hat prominente Verstärkung bekommen. Nun sind auch Amazon, Microsoft und Yahoo beigetreten. In der Führung der Vereinigung ist auch der auf Kartellrecht spezialisierter Anwalt Gary Rebrack vertreten. Reback hatte früher Microsoft im Streit mit Netscape vertreten.

Die Front wird für Google immer härter, nicht verwunderlich, der "Run" auf den digitalen Buchmarkt beginnt und da will jede Partei so viel vom Stück abhaben.

Liebe Grüsse

Hung

(Quellen: Börsenverein, Zdnet)

Mittwoch, 19. August 2009

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Thema: Über Literatur

Hi,

heute Nacht kam mir eine Frage in den Sinn, über die ich auch gleich mehrere Stunden philosophieren musste.

"Was ist Literatur?"

Literatur, wir alle benutzen dieses Wort täglich, als verstünden wir, was darunter zu verstehen ist. Wir kommunizieren damit, ohne jedoch zu bedenken, dass jeder von uns etwas Anderes damit in Verbindung setzen könnte. Dabei ist es bei einem solch wichtigen Wort unserer Branche doch wichtig, dass die Bedeutung jedem klar ist.

Ich habe in ein paar Werken die Definition "Literatur" nachgeschlagen.

Der Brockhaus ( Der Brockhaus in einem Band, 11. Ausgabe 2005) sagt:
"Literatur (die) Gesamtheit aller schriftlichen niedergelegten sprachlichen Zeugnisse (...)."

In "Einführung in die Literaturtheorie", von Terry Eagleton, vierte Auflage aus dem Jahr 1997, fand ich folgenden Satz:
"Alles kann Literatur sein, und alles, was als unwandelbar und unbestreitbar als Literatur angesehen wird, kann eines Tages keine Literatur mehr sein."


Diese beiden Zitate spiegeln das wieder, was ich bei meiner Lektüre vieler verschiedener Definitionen bemerken musste: Die einheitliche Definition für Literatur gibt es nicht. Literatur unterscheidet sich je nach Blickrichtung.

Für die Autoren mag Literatur das sein, was geschrieben ist. Bücher, Texte, Geschichten, alles auch starre Gebilde, denn alles, was einmal geschrieben worden ist, bleibt geschrieben und zählt somit zur Literatur.

Für Literaturkritiker jedoch wandelt sich die Definition der Literatur mit der Zeit. Wie aus dem zweiten Zitat ersichtlich, bleibt Literatur nicht immer Literatur, sondern verändert sich mit der Welt. Historische Ereignisse führen zu anderen Ansichten, die auch das Gefüge der Literatur verschieben. Große Zeiträume verändern den Geschmack der Menschen. Ein gutes Beispiel hierfür sind Schriftstücke der Antike. Griechische und römische Texte werden heutzutage nur noch von Wenigen als "die Literatur" angesehen, weil sie zum großen Teil in Vergessenheit geraten sind und nicht mehr dem entsprechen, was der heutige Leser gerne lesen möchte.

Wenn das Thema eines Gesprächs "Literatur" lautet, solltet ihr euch also nicht wundern, wenn unterschiedliche Ansichten zu Tage kommen, oder die Diskussion keinen Nenner findet, weil der Begriff Literatur eben sehr weit gefasst ist.

Eines haben alle Definitionen der Literatur aber gemeinsam: Die Unterteilung in verschiedene Literaturgattungen. Hierüber möchte ich euch beim nächsten Mal gerne mehr erzählen.

Alles Liebe,

Epi


Montag, 17. August 2009

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Gedanken ordnen - Mind Mapping

Hi,

letztens kamen mir Ideen für eine neue Geschichte in den Sinn und seitdem schwirren die einzelnen Bilder vor meinem inneren Auge umher. Keine Frage, es ist ein schönes Gefühl die neue Idee immer weiter auszubauen und der Phantasie freien Lauf zu lassen, ab einem gewissen Punkt ist es aber nötig, Ordnung in seine Gedanken zu bringen - doch Ordnung zu schaffen ist nicht immer einfach.

Mit der Erstellung einer Mind Map ist es mir jedoch gelungen. Eine Mind Map ist eine schematische Visualisierung der Gedanken, die durch Brainstorming geordnet werden. Ziel ist es, den Hauptgedanken von Nebengedanken zu trennen und so viele Assoziationen wie möglich aufzuzeigen, dass mit einem Blick auf die Mind Map alle Zusammenhänge der Idee deutlich werden.

Das Mind Mapping bedarf ein wenig Übung, doch je öfter man sich dieser Methode bedient, desto einfacher wird es einem fallen. Zuerst wird versucht, den Hauptgedanken in einem Ausdruck zusammenzufassen und schreibt ihn in die Mitte auf ein weißes Blatt Papier. Dieser Teil ist meist der schwierigste, da die Formulierung eines komplexen Gedankens in einen knappen Ausdruck viel Geschick verlangt. Dann wird ein farbiger Rahmen um diesen Ausdruck gezogen und man beginnt die weiteren Gedanken, die einem zu diesem Ausdruck in den Sinn kommen, der Reihe nach um die Grundidee herum aufzuschreiben. Es entstehen viele Verästelungen mit einzelnen Begriffen, zu denen immer neue Assoziationen aufgeführt werden können. Mit Farben, Linien und Symbolen können Beziehungen der einzelnen Gedanken deutlich gemacht werden, sodass die Verbindung der Ideen schnell auch nach einem langen Zeitraum deutlich sind.



Das Tolle am Mind Mapping ist, dass es nicht nur per Hand gemacht werden kann, sondern auch schon viele Programme zu finden sind, in denen sich diese Art von Brainstorming ganz einfach am Computer verwirklichen lässt, ganz praktisch sind bei diesen Programmen auch die Vielfalt von Symbolen, die die Beziehung zwischen den Begriffen deutlichen machen und sich einfach einsetzen lassen.

Mir hat diese Methode geholfen, Ordnung in meine Gedanken zu bringen - Ich hoffe, es hilft euch auch weiter!
Das Schreiben ist mir mit der Mind Map gleich viel leichter gefallen, ich konnte immer wieder darauf zurückgreifen und schaffte es so, meine Geschichte logisch aufzubauen ohne auch nur das kleinste Detail zu vergessen, dem Brainstorming sei Dank.
Also, probiert es gleich bei eurer nächsten Geschichte aus!

Frohes Schaffen, eure Epi!

Ps: Wer noch mehr über das Erstellen einer Mind Map lesen möchte, dem kann ich
diese Anleitung empfehlen

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Verlage wettern gegen Google

"Ich würde mich freuen, wenn die Verlage die Energie, die sie heute in die Angriffe gegen Google investieren, darauf verwenden würden, erfolgreichere Geschäftsmodelle im Netz zu entwickeln" (Philipp Schindler, Google, Quelle: Der Spiegel). Besser kann man es wohl nicht sagen.

Der Grund: Die Verlage werfen Google vor, mit ihren Inhalten Werbegeld zu verdienen. Google hatte bereits mit seinem Vorhaben alle Bücher zu digitalisieren bei den Verlagen für Aufregung gesorgt. Auch beim Journalismus macht Google keinen Halt und verdient kräftig mit. Angeblich über ein Drittel aller Werbeumsätze im deutschen Netz. Natürlich ist es nicht "fair", weil letztlich der Journalist keinen Cent daran verdient. Irgendwie jedoch hat das Ganze einen faden Beigeschmack, wenn Verlage sich darüber beschweren, dass ein Dritter an "ihren" Inhalten verdient, aber gleichzeitig ihre eigenen Journalisten für "diese" Inhalte schlecht bezahlen. (
Quelle)


Auch hier ist wieder das bekannte Problem: Verlage nutzen klassische Geschäftsmodelle, die eigentlich für die "reale" Welt konzipiert sind, für das Internet. Auch hier scheitern sie mit diesem Versuch und sind nicht in der Lage gescheite Geschäftsmodelle zu entwickeln, die dem Geist des Internets (die schnelle grenzenlose Verbreitung von Information) entsprechen.

Ok, einen Ansatz macht jetzt der Springer Verlag. Man will jetzt "sämtliche Inhalte auf Smartphones auf Dauer gegen eine Gebühr anbieten" (Mathias Döpfner, Springer Verlag, Quelle: FAZ).

Nur ein "ok", weil ich mich direkt frage, wer denn bereit ist für diese Inhalte zu zahlen, wenn diese genauso gut kostenlos über einen anderen Anbieter zu bekommen sind? Diese "Inhalte" sollten also mehr als reine Nachrichten bieten.

Qualitätsjournalismus soll bezahlbar sein. Stimmt, dann sollten Journalisten auch entsprechend für ihre Leistung bezahlt werden.

Liebe Grüsse

Hung

Freitag, 14. August 2009

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EPUB wird neuer eBook-Standard

"E-Books: Sony setzt voll auf EPUB-Format" lautete gestern die Nachricht bei Golem, und damit ist wohl das Rennen um den offiziellen eBook-Standard ganz entschieden. Der Sony eBook-Reader (PRS-505) ist das bekannteste Modell in Deutschland, da es offiziell von den großen Buchhandlungen wie z.B. Thalys beworben und angeboten wird. Sicherlich hätte sich das EPUB-Format langfristig auch ohne Sonys Entscheidung durchgesetzt, denn es birgt wesentliche Vorteile gegenüber seinen schärfsten Konkurrenten, den PDF-Format:

- Für Verlage wohl das wichtigste Feature: Es unterstützt einen modifizierten DRM-Schutz (Wasserzeichen-Methode).

- Es basiert auf dem freien Standard XML und ist herstellerunabhängig, d.h. der Verleger muss keine Lizenzgebühren für die Nutzung zahlen.

- Es passt sich an den Bildschirm der eBook-Reader an (automatischer Zeilenumbruch).

Das PDF-Format von Adobe bietet zwar auch einen Kopierschutz und soll sich in einer zukünftigen Version auch an die eBook-Reader anpassen, nur ist man gewissermaßen an Adobe gebunden. Wenn alle eBooks das PDF-Format nutzen würden, könnte Adobe leicht auf die Idee kommen, durch Lizenzgebühren davon zu profitieren.

Außerdem hat der Börsenverein das EPUB-Format weiter entwickelt und einen "psychologischen" DRM-Schutz integriert. Das ist ein unsichtbares Wasserzeichen, womit der Käufer sofort identifiziert werden kann. Das eBook lässt sich jedoch weiterhin wie auch ein ungeschütztes eBook weiter nutzen und verbreiten.

Mal schauen, ob das hilft. Ich finde das jedenfalls besser als den klassischen DRM-Schutz, der die eBook-Nutzung auf wenige Geräte beschränkt. Mich interessiert hierbei, ob Dritte auch diese Schutztechnologie nutzen dürfen?

Liebe Grüsse

Hung

Donnerstag, 13. August 2009

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Das "eBook" setzt sich durch

eBook oder E-Book? So ganz einfach ist die Frage nicht zu beantworten, betrachtet man es aus marketingtechnischer Sicht. Denn je nachdem, wie man das Wort in Google eintippt, spuckt es ein ganz anderes Ergebnis aus. Zudem steht ein Produkt hinter diesem Wort und deswegen sollte es eindeutig erkennbar sein. Der Name ist zugleich auch Marke und repräsentiert das Produkt. Auch wenn der Unterschied zwischen eBook oder E-Book vom Verständnis doch marginal ist. Die Amerikaner machen es uns hier wieder mal vor. Da wird vorwiegend der Begriff eBook verwendet. Wieso? Aus reiner Bequemlichkeit. Tippt man beide Schreibweisen auf der Tastatur ein, merkt man sofort, was sich schneller ausschreiben lässt: eBook.

Außerdem ist es gängige Praxis und hip allen neuen technischen Produkten einen Namen zu geben, der mit einem kleinen "e" oder "i" anfängt. Ganz bekannt das iPhone. Also wieso nicht genauso hip sein und es einfach "eBook" nennen?

Irgendwie ist es auch typisch, wir können uns weder auf einen einheitlichen eBook-Standard einigen, noch ob die Buchpreisbindung für eBooks eine gute Idee ist. Da ist die Frage nach der richtigen Schreibweise eigentlich nur repräsentativ für die allgemeine Verwirrung um das eBook.

Ach ja, ich habe mich inzwischen entschieden, ich werde es eBook nennen, aber aus einem ganz anderem Grund: Ich mag keine Bindestriche.

Liebe Grüsse

Hung

Mittwoch, 12. August 2009

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Was tun bei Schreibblockaden?

Hi,

kennt ihr das auch? Ihr sitzt vor eurem Computer, das Schreibdokument ist schon geöffnet und ihr legt die Finger auf die Tasten, aber ihr könnt einfach nicht schreiben? Ihr starrt auf den Bildschirm, aber die wenigen Worte, die ihr herausgequält habt, löscht ihr noch bevor ihr sie euch ein zweites Mal durchgelesen habt.

Eine Schreibblockade, ihr habt es richtig gesehen. Die Krankheit eines jeden Autoren, die, wenn man ihr einmal verfallen ist, nicht so schnell wieder verschwindet. Ein Gegenmittel dagegen habe ich auch nach ausführlichem Suchen nicht finden können. Mir sind nur die unterschiedlichsten Ratschläge auf der Suche nach dem Geheimrezept begegnet, einer kurioser als der andere. Und ich habe sie ausprobiert, alle mit den verschiedensten Ergebnissen.
Vorab möchte ich euch sagen: Das Geheimrezept werdet ihr nicht finden. Ich habe es selbst erlebt, jeder muss seinen Weg aus der Krise selbst finden. Aber vielleicht können euch die Tipps, die ich sammeln konnte, weiterhelfen.

Ein gutes Mittel gegen meine Schreibblockade habe ich gefunden, als ich den Ort wechselte. Ich ging von meinem Computer weg, spülte das Geschirr, las in einem Buch und spazierte durch den Park. Danach funktionierte das Schreiben wieder wie von selbst. Es hat geholfen, bei mir zumindest.

Ein anderes Mal habe ich mir einfach einen weißen Zettel genommen und alles aufgeschrieben, was mir einfiel. Ich erstellte eine Mindmap und ordnete somit meine Gedanken. Und was soll ich euch sagen? Nachdem ich den Zettel in verschiedenen Farben beschrieben hatte, konnte ich dem Drang, an meinem Text weiterzuschreiben nicht mehr widerstehen. Den weißen Zetteln sei Dank!

An einem Nachmittag war es so schlimm, dass ich keinen anderen Weg mehr fand, als einfach zu schreiben. Ich achtete nicht darauf, wie der Stil ist, ich schrieb einfach. Nach den ersten zwei Seiten lockerten sich tatsächlich die Blockaden in mir und ich konnte so gut schreiben, wie noch wie zuvor. Diese Blockade habe ich besiegt - es geht doch!

Ich hoffe, dass diese Tipps euch bei der nächsten Schreibkrise weiterhelfen können. Jeder Autor verfällt manchmal in die Krankheit Schreibkrise, aber alle finden wieder hinaus. Und so werdet auch ihr euren Weg finden!

Mit vielen Grüßen, Epi.

Montag, 10. August 2009

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Die E-Book Buchpreisbindung hat keine Zukunft

Im Verlagswesen herrscht eine brennende Diskussion über die Buchpreisbindung bei E-Books. In einer offiziellen Erklärung gilt das Gesetzt nun seit September 2008.

Meiner Meinung nach gibt es dafür nur eine Antwort: Nein zu Buchpreisbindung bei E-Books! Sie bremst die Entwicklung des E-Book-Marktes in Deutschland aus und schadet den deutschen Verlagen.


Im Grunde treffen hier zwei fremde Welten aufeinander. Das klassische Verlagswesen, dessen Wurzeln im "offline-Geschäft" liegen (Verkauf von Büchern im Sortimentshandel), kommt in Berührung mit dem E-Book, dessen Vertrieb hauptsächlich im Internet stattfinden soll. Das Buchpreisbindungsgesetz, das eigentlich für ein materielles Gut konzipiert wurde, wurde 1:1 auf das E-Book übertragen. Es wird also kompliziert...


Zuerst betrachten wir mal die Argumente der Befürworter:

"Es wäre eine Entwicklung mit fatalen Folgen für alle, wenn die Verlage das anlaufende E-Book-Geschäft gleich mit Dumpingpreisen weit unter der Deckungslinie beginnen würden" (Lübbe-Gruppe).

"Ohne Preisbindung könnten im Markt für E-Bücher oligopolistische oder gar monopolistische Strukturen entstehen, die sich auf die Vielfältigkeit und Verfügbarkeit des Angebots gedruckter Bücher auswirken würden". (Börsenverein)

Das zentrale Problem bei zumindest diesen beiden Argumentationen ist, dass sie erstens von einem klassischen Vertriebsmodell (Verkauf von E-Books über ein Online-Shop) und einem nationalen Markt ausgehen.

Jetzt die Punkte, die meine These untermauern:


Wettbewerb

Im Internet gelten andere Gesetze! Wir haben hier eine ganz andere Wettbewerbssituation. Es herrscht ein internationaler Wettbewerb. Was spricht dagegen, dass deutsche E-Books aus dem Ausland angeboten werden, wo es keine Buchpreisbindung gibt. Damit wären deutsche E-Book-Anbieter, die am hiesigen Preisgefüge gebunden sind, benachteiligt gegenüber der ausländischen Konkurrenz.


Piraterie

Erstens, keiner ist bereit den selben Preis für ein E-Book zu bezahlen wie für eine Print-Ausgabe. Zweitens, mit hohen Preisen bremsen wir nur die Entwicklung des E-Book-Markts aus und fördern die Piraterie.
Das E-Book-Geschäft befindet sich in der einzigartigen Situation, dass es gerade "richtig" anfängt. Es ist die Gelegenheit, das Bewusstsein der Kunden gegenüber E-Books positiv zu beeinflussen. Der Leser soll mit dem Begriff "E-Book" nicht gleich an "teuer" denken, sonst werden sie erst recht auf eine Raubkopie zurückgreifen.

Geschäftsmodell
Wir müssen weg von dem herkömmlichen Vertriebsmodell. Die Musikindustrie ist damit schon gescheitert. Was sicher ist, die Raubkopien werden kommen und mit immer günstigeren E-Book-Readern wird ihre Nachfrage steigen. Da wird auch kein DRM-Schutz helfen oder andere Aktionen gegen die Piraterie. Wir brauchen neue Geschäftsmodelle, die an das Internet angepasst sind und wovon alle Beteiligten wie der Kunde, die Verlage und insbesondere die Autoren profitieren. Das aber geht nur ohne die Buchpreisbindung.


Es bleibt spannend und am Ende gewinnt...


Liebe Grüsse


Hung

Freitag, 7. August 2009

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Erbobert Apple nun den E-Book-Markt?


Laut TUAW verweigert Apple die Einreichung von E-Book-Applikationen für seinen Appstore. Die Begründung:
Die Nutzung dieser Applikationen würde oftmals Fremdrechte verletzten. Meistens handelt es sich dabei um E-Book-Reader Programme, die auch einige Titel beinhalten, bei denen die Nutzungsrechte jedoch zweifelhaft sind. Apple will vermeiden, aus diesem Grund rechtlich belangt zu werden.

Eigenartigerweise verweigert Apple gleichzeitig Applikationen von Content Provider (z.B. Verlage), die auch offiziell über die Nutzungsrechte der E-Books verfügen. Anscheinend gilt diese Maßnahme nur für den US Markt, denn bei uns bietet die Verlagsgruppe Random House bereits einige E-Books aus ihrem Sortiment an.

TUAW vermutet hinter dieser Politik Apples Ambitionen in den wachsenden E-Book-Markt in den USA einzusteigen. Gerüchte besagen, dass der Eintritt bereits im kommenden Winter passieren könnte.

Ganz unsinnig ist diese Vermutung nicht, denn damit würde Apple mit seinem iTunes Store das mediale Angebot vervollständigen. Video, Musik und nun E-Books im Sortiment. Das iPhone ist dafür das ideale Medium.

Mit iTunes Musik hat Apple bereits im Musik Geschäft seine Dominanz erhärtet und damit sogar große Labels wie Sony Musik das Fürchten gelehrt.

Für die deutschen Verlage heißt es nun aufpassen und rechtzeitig richtig reagieren, sonst ergeht es ihnen wie mit der Musikindustrie.

Liebe Grüsse

Hung

Donnerstag, 6. August 2009

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Bertelsmann goes iPhone

Der Hype ums iPhone und auch seine große Verbreitung geht auch an Bertelsmann nicht ganz spurlos vorbei. Im iPhone Appstore von Apple bietet die Verlagsgruppe Randomhouse 18 E-Books aus ihrem Sortiment an. Das Angebot ist auffälligerweise sehr verschieden, neben TKKG und Stephen King werden auch Sachbücher angeboten. Ich vermute mal, aus rein marketingtechnischen Gründen wollen sie erst sehen, welches Genre sich am Besten verkaufen lässt. Jedenfalls ist es ein guter Zug, zumal Amazon bereits mit der IPhone Applikation Stanza im Iphone-Geschäft mitmischt.

(Apple Appstore)

Jedoch ärgerlich ist, dass preislich die E-Book-Titel nur leicht unter ihrer Print-Ausgabe liegen und deshalb nicht gerade zum Kauf anregen. Nun aber das ist normal bei neuen Produkteinführungen, mit mehr Wettbewerb und damit mehr Angebot werden die Preise auch sicherlich sinken.

Liebe Grüsse

Hung

Mittwoch, 5. August 2009

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Neue E-Book-Reader Modelle von Sony

Wieso tauchen die neuesten und coolsten Gadgets zuerst in den USA auf, bevor sie anderswo auf der Welt ihren Platz finden? Das trifft leider auch auf die beiden neuen E-Book-Reader aus dem Hause Sony auf. Das PRS-600-Sony Touch Edition und der PRS-300 Pocket Edition sind Nachfolgemodelle des PRS-505 E-Book-Reader, das hierzulande gerade erst auf den Markt gekommen ist.

(PRS-600 Sony Touch)

Beide Modelle sind mit der Vizplex-Display Technik ausgestattet und sollen dadurch eine höhere Schaltgeschwindigkeit aufweisen (740 ms statt 1200 ms ). Das bedeutet, das Display reagiert schneller, wenn man die Seite wechselt. Nun wer so ein E-Book-Reder mal benutzt hatte, weißt diese Verbesserung zu schätzen. Zwar blättert man bei einem normalen Buch nicht schneller um, jedoch empfindet man diese kurze Verzögerung auf dem Display doch als störend. Beide Geräte haben eine Auflösung von 800x600 Pixeln und können nun acht statt vier Graufstufen anzeigen.


(PRS-300 Pocket Edition)

Preislich liegt der PRS-600 Reader Touch Edition bei 299 US-Dollar ( entspricht ca. 207 Euro ) und ist damit wesentlich günstiger als das hier in Deutschland angebotene ältere PRS-505 Modell (250 Euro). Die kleinere Pocked Edition wird sogar für 199 US-Dollar (138 Euro) angeboten.

Die kleine Version mit einem 5 Zoll Display und nur 220 Gramm Gewicht finde ich sehr handlich und mit einer Akkuladung zwei Wochen lang lesen klingt auch sehr versprechend. Lesen kann ich damit auch zahlreiche Formate wie ePub, PDF, Microsoft Word, BBeB oder auch einfach nur Text und genug Lesestoff gibst bei EPIDU.

So das war mein erster Beitrag, ich hoffe es hat euch gefallen. Ich werde euch was Technik und E-Book betrifft auf den laufenden halten. Epi kennt sich eher mit den Schreiben aus. Wie immer gilt bei EPIDU, Kritik und Vorschläge immer gern gesehen.

Liebe Grüsse

Hung

(Quelle: Golem)

Dienstag, 4. August 2009

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Zum Thema Verhaltenskodex

Liebe Autorinnen und Autoren,

als Erstes möchten wir ein etwas ernsteres Thema ansprechen, den Verhaltenskodex von EPIDU. Hierzu stellt euch bitte folgendes Bild vor:

Mehrere Autoren arbeiten an einem Ort zusammen. Ein Ort, wie beispielsweise Epidu, an dem sie sich immer wieder über den Weg laufen, zwangsläufig. Sie schreiben Texte, rezensieren sich gegenseitig und unterhalten sich übers Schreiben und Literatur im Allgemeinen. Sie lernen sich kennen und müssen doch auf irgendeine Art und Weise miteinander auskommen, so gut es eben geht.

Euch wird auffallen, bei diesem Bild ist ein friedliches Zusammenleben nicht zwangsläufig zu erwarten. Es besteht Konfliktpotential, beispielsweise in den Rezensionen. So soll es vorkommen, dass Autoren sich manchmal gegenseitig schlecht bewerten, um sich selbst positiv aufzuwerten.

Alle Mitglieder werden deshalb gebeten, darauf zu achten, wie sie miteinander umgehen. In einer Gemeinschaft ist es wichtig, dass Mitglieder gut miteinander umgehen. Es geht um Respekt und Freundlichkeit gegenüber jedem anderen Mitglied. Darum, jeden so zu behandeln, wie man auch selbst behandelt werden möchte. Dies gilt vor allem für Rezensionen, die immer für den Autor nachvollziehbar begründet sein sollten, damit er die Kritikpunkte für die (vielleicht) schlechte Bewertung nachvollziehen kann und die Bewertung nicht als Angriff gegen seine Persönlichkeit auffasst, denn für Autoren sind ihre Texte beinahe wie eigene Kinder und sie hängen demnach sehr an ihnen. Beachten solltet ihr auch, dass die Präsentation eurer Persönlichkeit auf Epidu von großer Wichtigkeit ist. Ihr solltet seriös wirken, professionell. Denn nur so werden Leser und Verleger sich ein positives Bild von euch machen können.

Im Verhaltenskodex von EPIDU findet ihr genau aufgelistet, welche Verhaltensweisen anzuraten sind. Auch hier freuen wir uns auf eure Meinung und sind für Vorschläge offen. Schließlich wollen wir, dass ihr euch bei EPIDU wohl fühlt.

Denn, wenn wir alle miteinander gut auskommen, können wir am besten das Hauptziel verfolgen: EPIDU – Wir machen Autoren!

Mit vielen Grüßen, Epi!

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Herzlich willkommen!

Liebe Autorinnen und Autoren,

erst einmal möchte ich euch auf dem Blog von EPIDU herzlich willkommen heißen.

Mein Name ist Epi, auf gewisse Weise bin ich die Stimme EPIDU, die euch hier an dieser Stelle bald die Funktionen von EPIDU vorstellen und erklären wird. Ob Verhaltenskodex oder Richtlinien zum Hochladen eines Textes, hier werdet ihr zu hoffentlich all euren Fragen Antworten finden, immer mit dem Ziel im Blick, dass ihr euch auf EPIDU zurecht finden und wohlfühlen sollt.

Neben den Erklärungen zu EPIDU werde ich euch auch wertvolle Tipps zum Schreiben vorstellen. Von A bis Z sollen die verschiedensten Probleme des Schreibens beleuchtet und mit Tipps versehen werden, damit ihr euch und eure Texte verbessern könnt. Aber auch Themen zu Verlagen, Ebooks und alles Andere rund ums Schreiben werden hier auf Epidus Blog nicht zu kurz kommen. Wir wollen alle Seiten der Literatur beleuchten und hoffen, dass ihr Interesse daran finden werdet!

Mit vielen Grüßen, Epi.